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  • "Juden und Judentum an der Göttinger Georgia Augusta"

    Ein Vortrag von Prof. Dr. Berndt Schaller, vorgesehen für Ende März 2020.
    Den Text des Vortrages kann man →hier herunterladen (PDF-Datei)

    Für Nachrufe auf Prof. Schaller: →hier klicken

  • "Den Willen unseres Vaters im Himmel tun"

    ein Meilenstein auf dem Weg zu einer Partnerschaft zwischen Christen und Juden.
    Vortrag von Dr. Stephan Goldschmidt.

    Die Erklärung der orthodoxen Rabbiner vom 3. Dezember 2015 ist eine Sensation. Schon der Titel lässt am Horizont eine möglicher Partnerschaft der beiden Religionen aufscheinen: „Den Willen unseres Vaters im Himmel tun: Hin zu einer Partnerschaft zwischen Juden und Christen“. Die Erklärung ist eine beachtenswerte Reaktion von jüdisch-orthodoxer Seite auf sieben Jahrzehnte des christlich-jüdischen Dialogs, insbesondere auf die fünfzig Jahre zurückliegende Erklärung „Nostra aetate“ des Zweiten Vatikanischen Konzils. Zusammen mit der Erklärung „Dabru Emet“ US-amerikanischer Rabbiner und jüdischer Intellektueller aus dem Jahr 2000 ist diese Erklärung ein Meilenstein des christlich-jüdischen Dialogs. Ganz selbstverständlich wird von den „christlichen Brüdern und Schwestern“ gesprochen und davon, dass die angebotene Hand der christlichen Geschwister ergriffen wird, um den Willen des himmlischen Vaters gemeinsam zu tun.

    Zur Person: Dr. Stephan Goldschmidt war von 2001 bis 2010 Gemeindepfarrer in Kassel, wo er in mehreren Projekten mit der jüdischen Gemeinde und der Moscheegemeinde zusammenarbeitete. Anschließend leitete er acht Jahre lang das Referat Gottesdienst und Kirchenmusik im EKD-Kirchenamt und war Geschäftsführer der Liturgischen Konferenz in der EKD. Heute ist er Theologischer Referent im Sprengel Hildesheim-Göttingen.

    • Den Text des Vortrages →hier(PDF-Datei)
    • Eine Antwort der deutschen Bischofskonferenz auf die Erklärungen aus dem orthodoxen Judentum zum Verhältnis von Judentum und katholischer Kirche →hier(PDF-Datei)

  • Erklärung des Koordinierungsrates der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit zum Angriff in Hanau am 19.Feb.2020

    Tief erschüttert trauern wir um die Menschen, die am 19.Februar in Hanau Hass und Gewalt zum Opfer gefallen sind und fühlen mit den Angehörigen.

    Zum wiederholten Mal wurden aus offenbar rassistischen Motiven Menschen getötet, zum wiederholten Mal wird überdeutlich, dass Deutschland 75 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur mit rechtsextremem Terror zu kämpfen hat.
    Wir fragen uns: Was ist aus dem Versprechen „Nie wieder“ geworden?

    Vielfach wird wieder der Satz zu hören sein, dass Hass, Antisemitismus, Rassismus und Gewalt keinen Platz bei uns habe.

    Wir müssen endlich erkennen: dieser Hass hat sehr wohl Platz bei uns, er ergreift immer mehr Raum bis in die sog. Mitte der Gesellschaft in Sätzen wie „Ich habe ja nichts gegen Muslime, aber… ich habe ja nichts gegen Juden, aber…“

    Vorurteile und Hass beginnen im Kopf, finden Ausdruck in Worten und enden in physischer Gewalt. Gleichgültigkeit und Empathielosigkeit gegenüber Menschen, die als „anders“ markiert werden, bereiten den Boden für Herabwürdigung und Ausgrenzung. Viele Menschen, die einer Minderheit in Deutschland angehören, können sich nicht mehr sicher fühlen. Dabei wissen wir aus der Geschichte: was mit dem Hass auf eine Gruppe beginnt, wird am Ende niemanden verschonen. Die Gewalt in Hanau ist trauriger Beweis für die brutale Konsequenz des Giftes, das rechtsextreme Kreise gestreut haben. „Tu deinen Mund auf für die anderen“ lautet unser Jahresthema. Wir alle müssen unsere Stimme erheben – und nicht nur das. Der Raum, den Hass und Gewalt bereits unter uns ergriffen hat, er muss aktiv und entschlossen zurückerobert und besetzt werden: Mit Empathie, mit Begegnung und Dialog, mit Herz und Verstand, für ein friedliches und gerechtes Miteinander für alle in unserem Land und weltweit. Dafür stehen der Deutsche Koordinierungsrat und die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit seit über 70 Jahren.

    Für das Präsidium: Rabbiner Andreas Nachama, Margaretha Hackermeier, Pfarrer Friedhelm Pieper

    Mit freundlichen Grüßen
    Pfarrerin Ilona Klemens
    Generalsekretärin
    E-Mail klemens@deutscher-koordinierungsrat.de
    Facebook www.fb.com/Deutscherkoordinierungsrat

  • Pressemeldung: Wir verurteilen den feigen und niederträchtigen Angriff auf die jüdische Gemeinde in Halle am 9.Oktober 2019

    Mit Entsetzen und Bestürzung müssen wir die Nachrichten von dem feigen und niederträchtigen Angriff auf die jüdische Gemeinde in Halle zur Kenntnis nehmen. Während die Mitglieder der Gemeinde zum Gebet am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, versammelt waren, versuchte der Angreifer sich mit Schüssen und Molotowcocktails gewaltsam Zugang zu der betenden Versammlung zu verschaffen. Es ist unvorstellbar, was geschehen wäre, hätten die Sicherheitsvorkehrungen der Synagoge dem Angriff nicht standgehalten.

    Es ist skandalös, daß an einem Feiertag wie Jom Kippur die Synagoge nicht durch die Polizei geschützt war.

    Dieser hinterhältige Angriff muß uns alle in unserem Land wachrütteln. Wir tragen alle Verantwortung dafür, daß in den Stadtteilen unserer Städte und in allen Landkreisen entschlosen jeder Judenfeindschaft entgegengetreten wird! Wir dürfen nicht zulassen, daß erneut ein aggressiver Antisemitisumus sich in unserem Land breitmacht. Wir fordern von den politisch Verantwortlichen, den Schutz der jüdischen Gemeinden deutlich zu verstärken.

    Unser Mitgefühl gilt den Todesopfern, ihren Angehörighen und den Verletzten.

    Bad Nauheim, den 9. Oktober 2019

    Präsidium des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit

  • Schülertext zu der Stolpersteinverlegung am 09.Dez.2019 (deutsche Fassung) (→ PDF-Datei)

Programm der Gedenkstunden am Synagogen-Mahnmal seit dessen Errichtung

  • 1973 Einweihung des Mahnmals; Ansprache Bischof Dr. Kurt Scharf
  • 1974 Erinnerung an die Zerstörung des Warschauer Ghettos vor 30 Jahren
  • 1975 30 Jahre nach der Befreiung von Auschwitz (Texte, gelesen vom DT)
  • 1976 Jüdische Gebete für Christen (Pfarrer Reichmuth)
  • 1977 Zionslieder von Jehuda ben Halevi. Norbert Baensch liest
  • 1978 „Vor 40 Jahren brannten in Deutschland die Synagogen“, anschl. Ök. Gottesdienst: Rabbiner Dr. Gradwohl, Landessuperintendent Hirschler
  • 1979 Prof. Dr. Walther Zimmerli: „Die Friedenshoffnung der Propheten“
  • 1980 Prof. Dr. v. Thadden: „Gewissen und Gedächtnis“
  • 1981 „Aus dem Vermächtnis des osteuropäischen Judentums“ (Schauspieler des JT)
  • 1982 „Jüdische Stimmen aus Jahrhunderten des Exils“ (Texte, gelesen vom DT)
  • 1983 „Sind wir fähig zu trauern?“ (Prof. Dr. Vierhaus, Posaunenchor St. Marien)
  • 1984 Erinnerung an Robert Rapahel Geis, einen deutschen Rabbiner (Schaller)
  • 1985 „Die Nürnberger Gesetze – 50 Jahre danach“ (Stadtkantorei: Mendelssohn, Ps. 43)
  • 1986 „Erinnerung an Franz Rosenzweig“ Dr. Hannah Vogt
  • 1987 „Ein leerer Platz oder: Was sind Christen ohne Synagoge“? Pater Heribert Graab
  • 1988 50. Jahrestag Pogrom (Max-Planck-Gymn., Frau Dr. Trittel. Zeitzeugenbefragungen)
  • 1989 Gedichte aus der Zeit des Nationalsozialismus; Jacobichor
  • 1990 „Die deutschen Juden und ihr Vaterland“ (Hannah Vogt, Peter Duell, Frauke Büchner)
  • 1991 „Mit brennender Sorge“ (Dechant Prälat Heinz Voges)
  • 1992 Deutsche Vergangenheit und deutsches Selbstgefühl (Prof. Dr. H. Friedrich, Bläser)
  • 1993 „Flammenzeichen“ (Felix-Klein-Gymn., Frauke Büchner, Chor Stephanusgemeinde)
  • 1994 „Jüdisches Leben in Göttingen – einst – heute“. Jan van de Vyver, Eva Tichauer
  • 1995 „Gedenken – Nachdenken – Weiterdenken. Jüdische Frauen im Widerstand“ (HG)
  • 1996 „Stimmen der Kinder aus Theresienstadt“ (Otto-Hahn-Gymnasium)
  • 1997 „Räumt die Steine hinweg!“ (Theodor-Heuss-Gymnasium)
  • 1998 „1938 Schändung und Abbruch – 1998 Scham und Aufbruch“ (LaSup Dr. H. Buss)
  • 1999 „Vertraute Straßen – vergessene Namen“ (Theatergr. Corvinus / Vorstand, Flöte: A. Helm)
  • 2000 „... z. B. Familie Hahn“ (Vorstand/HG-Schülerr, Ralf Böcker, Klarin., Rea Avriel, Gesang)
  • 2001 „ausgegrenzt... verfolgt... vernichtet – Schicksale jüdischer Mitbürger“ (OHG)
  • 2002 „Über Leben im Tod“. Liter. Selbstzeugnisse aus dem KZ, (OHG; Flöte: Leonore Kratz)
  • 2003 „30 Jahre Mahnmal“ (Max-Planck-Gymnasium, M. Petzel; Musik: Klezmania)
  • 2004 „Stationen einer Deportation, überlebt von Heinz Rosenberg“(Jahre des Schreckens, Steidl-Vlg.) Theatergruppe Corvinus, Chor des THG
  • 2005 „Nicht nur am Rande … Jüdisches Leben in und um Göttingen“ (W. Behrendt, IGS)
  • 2006 „Antisemitismus und Uni“ (Studierende der ev. Theologie)
  • 2007 „Göttinger Zeitzeugen erinnern sich“ (Ref. Gemeinde; Flöte: Antje Helm)
  • 2008 „Vor 70 Jahren endgültig ausgeschlossen“ (Hainberggymnasium)
  • 2009 „ ... eine Zeitreise: Mittwoch, 9. November 1938“ (Gestaltung, Musik: THG)
  • 2010 „Mittendrin – ausgegrenzt“ (10.Jg. Geschw.-Scholl-Gesamtsch. KGS; Streichorchester ESG)
  • 2011 „Alles ist unvergessen“ (Texte und Musik: Studierende der ev. Theologie)
  • 2012 „Weiterarbeiten, als wäre nichts geschehen.“ Vom Umgang der Universität Göttingen im Jahre 1933 mit ihren jüdischen Wissenschaftlern. (Geschichtskurs/Konzertchor OHG)
  • 2013 „Jude bleibt Jude.“ Die Absetzung des Pastor Benfey (Rel.-Kurs/Konzertchor OHG)
  • 2014 Ludolf Katz, ein Jude in Gelb und Schwarz (Supporters 05)
  • 2015 „Verdrängt –Verfolgt – Vergessen“. Das „Judenhaus“ in der Weender Landstr. 26 und seine BewohnerInnen (Prof D. Schumann + Studierende Geschichte; KlezPO)
  • 2016 „Kommt nicht mehr.“ Vom Verschwinden der Juden aus Göttinger Schulen (MPG)
  • 2017 „Tosendes Schweigen“. Die Verfolgung Göttinger WissenschaftlerInnen im Nationalsozialismus. (Prof D. Schumann + Studierende Geschichte; OHG-Chor)

(Zusammenstellung: Dr. Bettina Kratz-Ritter)