Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V.
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Sonntag, den 10. Mai 2026 , 17 Uhr -- Reformierten Kirche Göttingen, Untere Karspüle 11

Pressemitteilung der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit Göttingen e.V.
Cantigas de Santa Maria und sefardische Lieder aus AL-Andalus Musik der spanischen Renaissance
Das Duo für Gesang (Sabine Loredo Silva) und Harfe (Jessica Breitow) präsentiert
am Samstag, 20. Mai 2026 um 17 Uhr,
in der Reformierten Kirche Göttingen, Untere Karspüle 11,
eine Auswahl von Liedern aus diesen drei Kulturkreisen, untermalt mit Texten und Gedichten.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind erwünscht.
Die sefardische Musik von dem Hebräischen „S`fard“, ist die Musik der Juden, die nach der Verbannung aus Judäa (70. u.Z.) nach Spanien flüchteten. Sie spiegelt den kulturellen Austausch zwischen Juden, Christen und Arabern wieder, der im mittelalterlichen Spanien Kunst und Wissenschaft zu Blüte brachte. Die Sprache „Ladino“ auch „Judeo-Espagnol“ genannt, ist eine Mischung aus altspanischen und hebräischen Worten und steht in ähnlicher Beziehung wie das Jiddische zum Deutschen. Die Sepharden waren Mittler zwischen Morgen- und Abendland, übersetzten die Werke der großen Philosophen, befruchteten ihre Religion und Kultur sowie die der Christen mit dem Wissen der arabischen Welt und dem Erbe der Antike. Der spanische König Alfonso X, auch „Alfonso El Sabio - Der Weise“ genannt, machte seinen Hof im Toledo des 13. Jahrhunderts zu einem Treffpunkt für Christen, Juden und Arabern und schuf damit die Basis für ein tolerantes, friedvolles Zusammenleben der unterschiedlichen Völker und Glaubensrichtungen.
Die „Cantigas de Santa Maria“ - Lieder für die heilige Jungfrau Maria - sind eine der größten Sammlungen von Liedern des Mittelalters, bestehend aus über 400 Gedichten, aufwendig in der Notation verziert, zumeist in Galicisch-Portugiesischer Sprache verfasst. Einige dieser Lieder werden Alfons X zugeschrieben. Er sah in dieser Sammlung ein kulturelles Projekt von großer Bedeutung. Ihre Vollendung nahm den größten Teil seiner Amtszeit in Anspruch (1252-1284). Er sah darin ein wichtiges Mittel für sein politisches Überleben und sein persönliches Seelenheil.
1492 mit Beginn der „Reconquista“, der Rückeroberung der iberischen Halbinsel durch die katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón, wurde Spanien wieder christlich und die Mauren und Juden mussten das Land verlassen und wurden in die Verbannung geschickt.
Dienstag, den 28. April 2026 -- Online
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