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Göttinger gedenken der Nazi-Opfer Göttingen. Rund 400 Menschen haben gestern Abend am Göttinger Platz der Synagoge der Opfer der Reichspogromnacht am 9. November 1938 und des Nazi-Terrors in Deutschland gedacht. Im Mittelpunkt einer Gedenkstunde der Stadt und der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit unter dem Titel „Stationen einer Deportation, überlebt von Heinz Rosenberg“ stand das Einzelschicksal eines Göttingers. In eindringlicher Weise erinnerten Mitglieder der Corvinus-Theatergruppe am Synagogen-Mahnmal an Rosenbergs langen Leidensweg durch 13 Konzentrationslager und lasen aus der Autobiographie „Jahre des Schreckens“ des Holocaust-Überlebenden vor. Der Chor des Theodor-Heuss-Gymnasiums sang jüdische Lieder. Rosenberg wurde 1921 in Göttingen geboren, siedelte 1933 nach Hamburg über. Das Ghetto von Minsk war die Station seiner ersten Deportation. Zu Beginn der Gedenkstunde hatten Vertreter von Stadt und Jüdischer Gemeinde Kränze am Mahnmal niedergelegt. Mit dem Totengebet der Jüdischen Gemeinde endete die diesjährige Feierstunde. mib/Beuermann |
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