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archivierte Ankündigung:

Veranstaltung

Dienstag
den 1. September 2020
 
BBS II
Godehardstraße 11
37081 Göttingen [mit separatem Eingang]

Ausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit in Südniedersachsen 1939-1945


Nach der Sommerpause öffnet die Geschichtswerkstatt Göttingen die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939 – 1945“. Die Ausstellung hat einen separaten Eingang im Gebäude der Berufsbildenden Schulen BBS II (Godehardstraße 11, 37081 Göttingen). Besuche sind ab Montag, 1. September 2020, wieder möglich.

Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag (10:00-14:00 Uhr), zusätzlich am Donnerstagnachmittag (15:00-18:00 Uhr) sowie am 6. September 2020 (Sonntag) zwischen 14:00-17:00 Uhr geöffnet. Vier neue Angebote für (Jugend-)Gruppen sind in Arbeit.

Vier neue Workshops sollen es (Jugend-)Gruppen bald ermöglichen, sich das Thema Zwangsarbeit zu erschließen. Die Angebote behandeln die Biografien einzelner Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter und jene Orte, an denen Zwangsarbeit verrichtet wurde. Ein weiterer Workshop beleuchtet die von den Nationalsozialisten betriebene Propaganda, deren Ziel es war, Zwangsarbeit zu verharmlosen und sie als Teil des Kampfes gegen den „Bolschewismus“ darzustellen. Interessierte Kleingruppen können die einzelnen Angebote kostenfrei besuchen. Es wird um telefonische Anmeldung gebeten (tel. 0551 / 29346901). Die Workshops richten sich primär an junge Menschen ab etwa 15 Jahren.

Ein virtueller Gang durch die Ausstellung ist auch online in deutscher, polnischer und teilweise italienischer und niederländischer Sprache möglich: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu Auf der Website sind auch die COVID-19-bedingten Einschränkungen aufgeführt.

Zwei Führungen durch die Ausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit...“ am Sonntag, 4.10.2020

Ort: Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945" in der BBS II, Göttingen, Godehardstraße 11

Der Eintritt zur Ausstellung und zu den Führungen ist frei, um eine Spende wird gebeten.

Maximal 6 Teilnehmer*innen pro Führung
Eine Voranmeldung ist notwendig!

info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder Tel. 0551 / 29 34 69 01

Sonntag, 4. Oktober 2020 | 14:00 - 15:30 Uhr

Kinder und Jugendliche in der NS-Zwangsarbeit

mit Tabea Hildebrandt, Geschichtsstudentin

Bis zu 60.000 Menschen mussten während des Zweiten Weltkriegs in Göttingen und Umgebung Zwangsarbeit leisten. Viele von ihnen waren noch sehr jung – einige waren Jugendliche oder sogar Kinder. In dieser thematischen Führung durch die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ werden fünf dieser jungen Zwangsarbeitenden vorgestellt. Erst zwischen fünf und 21 Jahren alt waren sie, als sie in Polen, der Sowjetunion, den Niederlanden oder Italien von Wehrmachtssoldaten aus ihren Heimatdörfern entführt und nach Südniedersachsen deportiert wurden. Wie sah ihr Leben in der Zwangsarbeit aus? Welche rassistischen Gesetze und Vorurteile bestimmten ihre Überlebenschancen und Handlungsstrategien? Wie empfanden sie ihre Befreiung 1945 und welche Spielräume hatten sie danach, ihr Leben zu gestalten?

Sonntag, 4. Oktober 2020 | 15:30 – 17:00 Uhr

Alltag und Alltäglichkeit der NS-Zwangsarbeit

mit Frauke Klinge, Historikerin (Geschichtswerkstatt Göttingen)

Die Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945“ macht deutlich: Zwangsarbeit war ein Massenphänomen, das im Zweiten Weltkrieg auch in Göttingen und der Region überall sichtbar war. Sie bestimmte nicht nur das tägliche Leben der Zwangsarbeitenden, sondern gehörte auch für die deutsche Bevölkerung zum selbstverständlichen Alltag. In dieser thematischen Ausstellungsführung werden Alltag und Alltäglichkeit der Zwangsarbeit genauer betrachtet. Wie und wo lebten die nach Deutschland verschleppten Menschen? Wo arbeiteten sie? Wurden sie entlohnt? Gab es Freizeit für sie? Wie war der Kontakt mit Deutschen? Und wie prägte der nationalsozialistische Rassismus das Leben der Zwangsarbeitenden?

Darüber hinaus hat die Ausstellung am 4. Oktober 2020 von 14:00 - 17:00 Uhr für Einzelbesucher*innen geöffnet.

Veranstaltet von der Dauerausstellung „Auf der Spur europäischer Zwa
Telefon: 0551 / 29 34 69 01
E-Mail: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu
Website: www.zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu

Unser vielfältiges pädagogisches Angebot ermöglicht Schulklassen und Jugendgruppen die aktive Auseinandersetzung mit unserer Ausstellung Auf der Spur europäischer Zwangsarbeit. Südniedersachsen 1939-1945. Unser Programm ist für Menschen ab etwa 15 Jahren geeignet. Es besteht aus Bausteinen für eine jugendgerechte Vermittlung, die einzelnen Module können je nach Interesse und Bedürfnissen flexibel kombiniert werden.

Aufgrund der Corona-Pandemie bieten wir folgende Führungen und Workshops bis Ende 2020 für Schulklassen und Jugendgruppen kostenlos an:

Für den Kurzbesuch

•    Interaktive Erkundungstour: Dauer 1,5 bis 2 Stunden, historische Vorkenntnisse nicht erforderlich

Mehr Zeit für aktives Lernen

•    Geschichte erforschen mit dem Museumskoffer: Workshop dauert 3 bis 4 Stunden mit Pausen, allgemeine historische Vorkenntnisse erwünscht

•    Propaganda zur Zwangsarbeit: Workshop dauert 3,5 Stunden mit Pausen, allgemeine historische Vorkenntnisse erwünscht

•    Anecken, ausgrenzen, aufräumen: Strategien des jungen Rechtsaußenspektrums: (Aktuelles Thema!) Workshop dauert 6 Stunden mit Pausen, geringe Vorkenntnisse hilfreich, aber nicht erforderlich

Genauere Informationen hierzu finden sie auf unserer Website:

http://zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu/de/ausstellung-vor-ort/angebot-fuer-jugendgruppen.html

Voranmeldung: info@zwangsarbeit-in-niedersachsen.eu oder tel. 0551 / 29 34 69 01

Zurzeit entwickeln wir weitere Workshops:

•    Spurensuche zur Zwangsarbeit (Fokus: Quellenkritik)

•    Orte der Zwangsarbeit

•    Noch immer von gestern? ‚Volksgemeinschaft‘ im jungen Rechtsaußenspektrum (Aktuelles Thema!)

Bitte machen Sie potenzielle Interessent*innen auf unsere Angebote aufmerksam oder besuchen Sie uns einfach selbst. Bei Fragen und Anregungen kontaktieren Sie uns bitte.


Öffnungszeiten:
montags-freitags 10-14 Uhr
donnerstags 15-18 Uhr
jeden 1. Sonntag im Monat 14-17 Uhr