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archivierte Ankündigung:

Veranstaltung

Mittwoch
den 20. November 2019
19.45 Uhr
 
Clavier-Salon
Stumpfebiel 4
Göttingen

Das Ende einer kreativen Musikepoche


Ein Clavier- und Kammermusikabend mit Werken von KomponistInnen, die während des Nationalsozialismus verfolgt oder ermordet oder deren Werke verboten wurden, gespielt von Studierenden der Klavierklasse von Professor Zitterbart (Hochschule für Musik, Theater und Medien, Hannover) und jungen internationalen Preisträgern.

Der Rassenwahn der Nationalsozialisten machte auch vor der Musik und Kunst nicht halt. In den ersten 30 Jahren des 20. Jahrhunderts hatte die Musik eine enorme Vielfalt und Kreativität erlangt und neue Horizonte erschlossen. 1933 endete diese Epoche. Ab jetzt sollte die Musik rein sein, rein von allem Undeutschen, Nichtarischen. Jüdische Komponisten erhielten Aufführverbot. Und auch nichtjüdische Komponisten standen unter dem Bann der Nationalsozialisten.

An diesem Abend werden Clavier-Werke präsentiert von Wladyslaw Szpilman; weiterhin von Erwin Schulhoff, der 1941 in Prag interniert und nach Weißenburg/Bayern deportiert wurde, wo er 1942 im Internierungslage Wülzburg an Tuberkulose verstarb. Es folgen Werke von Hindemith, der in die USA emigrieren musste und Schostakowitsch. Abschließend wird das Violoncello-Konzert d-Moll op. 43 von Mieczyslaw Weinberg präsentiert. Der in Warschau geborene Weinberg hatte eine polnisch-jüdische Herkunft. Nach dem Überfall 1939 auf Polen floh er nach Moskau. Seine jüdische Familie wurde in Polen ermordet.

Es besteht nur ein Platzkontingent von 60 Plätzen.

Reservierung: gerritzitterbart@hotmail.com

Veranstaltet von der Geschichtswerkstatt Duderstadt in Kooperation mit dem Förderverein Clavier-Salon Göttingen e.V.