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archivierte Ankündigung:

Veranstaltung

Freitag
den 2. August 2019
17 Uhr
 
Foyer des Neues Rathauses Göttingen
Hiroshima Platz 1

Gedenken an die im NS ermordeten Sinti und Roma Europas


Wie viele verliebte Paare fanden sich unversehens in einem KZ wieder, nur weil sie als „Zigeuner“ de-klassifiziert wurden? Fragt der Künstler der Ausstellung „Ohh Porajmos“, Boris Weinrich.

Genaue Zahlen über die von den Deutschen und ihren Verbündeten ermordeten Roma und Sinti gibt es nicht. Schätzungen gehen von 500000 bis 2,5 Millionen Ermordeten aus. Die Menschen stammten aus Deutschland und sämtlichen besetzten Gebieten Europas, viele von ihnen aus Jugoslawien.

Vor 75 Jahre, am 2. August 1944, wurden die letzten 3000 Häftlinge, die sich noch im „Zigeunerfamilienlager“ in Auschwitz befanden, ermordet. Daher gedenken Roma und Sinti am 2. August ihren im Nationalsozialismus verfolgten und ermordeten Vorfahren und Angehörigen.

In Göttingen findet die Gedenkveranstaltung des Roma Center e.V. wieder im Foyer des Neuen Rathauses statt. Gezeigt wird die Ausstellung „Ohh Porajmos“ mit Bildern und Texten des Sinti-Künstlers Boris Weinrich zum Porajmos, wie Sinti und Roma den Holocaust an ihren Menschen nennen.

Der Historiker Dr. Rainer Driver spricht über das Konzept zum Gedenken an Roma und Sinti in Göttingen, das er für die Stadt Göttingen ausarbeitet.

Die Autorin und Theatermacherin Luise Rist (boat people projekt) liest aus dem Manuskript ihres neuen Buchs „Manouche“.