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archivierte Ankündigung:

Veranstaltung

Mittwoch
den 15. April 2015
19 Uhr
 
Erziehungswissenschaftliches Zentrum
Waldweg
Raum 1.201(ehem. Hörsaal 3)

Richard Wagner und der Antisemitismus. Judenkarikaturen im Ring des Nibelungen


Dr. Hermann Engster

Richard Wagners Meistersinger von Nürnberg: Die Schöpfung einer nationalen deutschen Kunst aus dem Ungeist des Antisemitismus.

Mittwoch, 15.4.2015; 19.00 – 20.30 Uhr,
Mittwoch, 29.4.2015: 19.00 – 21.00 Uhr

Vortrag mit Analyse von Szenen anhand einer auf DVD dokumentierten Inszenierung.

Wagners Ring des Nibelungen erzählt die Geschichte der bürgerlichen Gesellschaft. Es geht im Ring um die Kritik von Herrschaft, Ausbeutung, religiösem Zwang und um die Vision einer Gesellschaft freier Menschen. Verdüstert wird diese Freiheitsutopie allerdings durch Wagners Antisemitismus, wie er sich in den Judenkarikaturen des Alberich und Mime ausdrückt. In den Meistersingern geht es um die Aufhebung der Entfremdung von „Volk“ und Kunst und um die Utopie einer Einheit zwischen beiden, wie sie nach Wagners Auffassung in der griechischen Antike gegeben war. Erzeugt wird diese Identität von Volk und Künstler, repräsentiert in den Meistersingern durch die Gestalt des Hans Sachs, allerdings durch die Ausstoßung des „Volksfremden“, wofür Beckmesser steht, der mit bösartigem Spott der sozialen Vernichtung ausgeliefert wird.

Kooperation mit der UDL (Universität des Dritten Lebensalters)