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Tief erschüttert trauern wir um die Menschen, die am 19.Februar in Hanau Hass und Gewalt zum Opfer gefallen sind und fühlen mit den Angehörigen.

Zum wiederholten Mal wurden aus offenbar rassistischen Motiven Menschen getötet, zum wiederholten Mal wird überdeutlich, dass Deutschland 75 Jahre nach dem Ende der NS-Diktatur mit rechtsextremem Terror zu kämpfen hat.
Wir fragen uns: Was ist aus dem Versprechen „Nie wieder“ geworden?

Vielfach wird wieder der Satz zu hören sein, dass Hass, Antisemitismus, Rassismus und Gewalt keinen Platz bei uns habe.

Wir müssen endlich erkennen: dieser Hass hat sehr wohl Platz bei uns, er ergreift immer mehr Raum bis in die sog. Mitte der Gesellschaft in Sätzen wie „Ich habe ja nichts gegen Muslime, aber… ich habe ja nichts gegen Juden, aber…“

Vorurteile und Hass beginnen im Kopf, finden Ausdruck in Worten und enden in physischer Gewalt. Gleichgültigkeit und Empathielosigkeit gegenüber Menschen, die als „anders“ markiert werden, bereiten den Boden für Herabwürdigung und Ausgrenzung. Viele Menschen, die einer Minderheit in Deutschland angehören, können sich nicht mehr sicher fühlen. Dabei wissen wir aus der Geschichte: was mit dem Hass auf eine Gruppe beginnt, wird am Ende niemanden verschonen. Die Gewalt in Hanau ist trauriger Beweis für die brutale Konsequenz des Giftes, das rechtsextreme Kreise gestreut haben. „Tu deinen Mund auf für die anderen“ lautet unser Jahresthema. Wir alle müssen unsere Stimme erheben – und nicht nur das. Der Raum, den Hass und Gewalt bereits unter uns ergriffen hat, er muss aktiv und entschlossen zurückerobert und besetzt werden: Mit Empathie, mit Begegnung und Dialog, mit Herz und Verstand, für ein friedliches und gerechtes Miteinander für alle in unserem Land und weltweit. Dafür stehen der Deutsche Koordinierungsrat und die Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit seit über 70 Jahren.

Für das Präsidium: Rabbiner Andreas Nachama, Margaretha Hackermeier, Pfarrer Friedhelm Pieper

Mit freundlichen Grüßen
Pfarrerin Ilona Klemens
Generalsekretärin
E-Mail klemens@deutscher-koordinierungsrat.de
Facebook www.fb.com/Deutscherkoordinierungsrat

Pressemeldung: Wir verurteilen den feigen und niederträchtigen Angriff auf die jüdische Gemeinde in Halle

Mit Entsetzen und Bestürzung müssen wir die Nachrichten von dem feigen und niederträchtigen Angriff auf die jüdische Gemeinde in Halle zur Kenntnis nehmen. Während die Mitglieder der Gemeinde zum Gebet am Jom Kippur, dem höchsten jüdischen Feiertag, versammelt waren, versuchte der Angreifer sich mit Schüssen und Molotowcocktails gewaltsam Zugang zu der betenden Versammlung zu verschaffen. Es ist unvorstellbar, was geschehen wäre, hätten die Sicherheitsvorkehrungen der Synagoge dem Angriff nicht standgehalten.

Es ist skandalös, daß an einem Feiertag wie Jom Kippur die Synagoge nicht durch die Polizei geschützt war.

Dieser hinterhältige Angriff muß uns alle in unserem Land wachrütteln. Wir tragen alle Verantwortung dafür, daß in den Stadtteilen unserer Städte und in allen Landkreisen entschlosen jeder Judenfeindschaft entgegengetreten wird! Wir dürfen nicht zulassen, daß erneut ein aggressiver Antisemitisumus sich in unserem Land breitmacht. Wir fordern von den politisch Verantwortlichen, den Schutz der jüdischen Gemeinden deutlich zu verstärken.

Unser Mitgefühl gilt den Todesopfern, ihren Angehörighen und den Verletzten.

Bad Nauheim, den 9. Oktober 2019

Präsidium des Deutschen Koordinierungsrates der Gesellschaft für Christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die Göttinger GCJZ wird 60. Wenn Sie sich über ihre vielfältigen Aktivitäten und erfolgreichen Initiativen während der letzten sechs Jahrzehnte informieren möchten, blättern Sie bitte in unserer Chronik:hier klicken (PDF-Datei)

Der Tätigkeitsbericht 2018 ist jetzt verfügbar: hier klicken (PDF-Datei)

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Juden und Judentum in der Geschichte der Universität